Der Sandkorn-Jugendclub


Spielzeit 2016/2017: "Mädchen wie die" („Girls like that“) von Evan Placey, deutsch von Frank Weigand

Regie: Birgit Voigt und Christian Theil

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Premieren des Sandkorn-Jugendclubs am Dienstag, 07. März (Besetzung „Schwarz“) und Mittwoch, 08. März (Besetzung „Weiß“), jew. 19.00 Uhr

Ausgezeichnet mit dem Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis 2016 und dem „Writers´ Guild Award of America“ als bestes Stück für junges Publikum.

Mitten in der Geschichtsstunde blinken die Smartphones auf: Das Nacktfoto von Rosie verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Ihre Mitschülerinnen verbünden sich gegen sie, schließen sie aus und treiben sie erbarmungslos in die Isolation. Jede leitet das Foto weiter, keine spricht mit ihr. Als das Nacktfoto von Peter im Netz erscheint, reagieren die Jungs mit ironisch anerkennender Kumpanei …

Placey stellt drei Frauengenerationen und die Verhältnisse, gegen die sie ankämpfen, in den Vordergrund. Der gestrige Kampf gegen chauvinistische Machtstrukturen, wird abgelöst von einem erbarmungslosen Krieg untereinander, bei dem sich die Mädchen gegenseitig das Leben zur Hölle machen und froh sind, wenn es die andere trifft. In der Figur der Rosie lässt Placey jedoch einen Hoffnungsschimmer durchblitzen …


In der Laudation zum Jugendtheaterpreis schrieb Andreas Jüttner (Journalist und Kritiker):

„Es gelingt dem Text bravourös, was Theaterstücke oft von sich fordern und nur selten so überzeugend einlösen: Fragen aufzuwerfen statt Antworten zu geben. Weil “Mädchen wie die” zudem durchweg mit lebensnaher Sprache und geschickt gehaltener Spannung fesselt, kann das Fazit nur lauten: Auf den Spielplan gehören Stücke wie dieses.“

Der Sandkorn-Jugendclub zeigt das aufrüttelnde Stück in zwei Besetzungen unter der Leitung und Regie von Birgit Voigt und Christian Theil.


Infos & Tickets


Der Jugendclub am Sandkorn-Theater unter Leitung und Regie von Christian Theil richtet sich an theaterbegeisterte Jugendliche ab 14 und junge Leute bis 23 Jahren, die selbst auf der Bühne stehen möchten


Die Plattform für junge Talente zwischen 14 und 23 Jahren

Das Sandkorn-Team möchte sich für junge Leute und deren Belange engagieren. Das zeigt sich einerseits im reichhaltigen Spielplanangebot für Jugendliche, als auch bezüglich der Mitwirkung von jungen Leuten auf und hinter der Bühne. 

Manch beachtliche Schauspielkarriere wurde hier gestartet, viele Mitspieler zog es in andere Berufe, aber alle profitierten von diesem einzigartigen Gemeinschaftserlebnis "Theater" und Theaterjugendclub.

Der Jugendclub in seiner derzeitigen Form existiert seit 2001, bis 2009 unter der Leitung und Regie des Schauspielers, Sängers und Regisseurs Frank Landua.  Seit der Spielzeit 2009 / 2010 leitet  der Schauspieler Christian Theil den Jugendclub. Alle Jugendlichen, die engagiert sind und eine Spielzeit "bei der Stange" bleiben, können mitwirken, das ist das ganz Besondere und Einzigartige am Sandkorn-Jugendclub.


Bisherige Produktionen des Jugendclubs


Spielzeit 2015/2016: "Der kleine Prinz" nach Antoine de Saint-Exupéry in der Bühnenfassung von Gunnar Kunz

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Der kleine Prinz zählt zu den meistgelesenen Büchern der Welt. Der Sandkorn-Jugendclub unter der Leitung und Regie von Christian Theil zeigt die berührende Geschichte nun für jedes Alter als zeitloses Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit.

„Der kleine Prinz“ kann ebenso als Kritik an der Erwachsenenwelt und an der Konsumgesellschaft gesehen werden, in der die "großen Leute" allein Äußerlichkeiten als Maßstab anerkennen und zwischenmenschliche Werte in den Hintergrund treten. Auf seiner Reise von Planet zu Planet begegnet der kleine Prinz immer wieder Menschen, die nur mit sich selbst beschäftigt sind und dabei Wichtiges verdrängt haben.

Am Ende jedoch lernt der kleine Prinz den Fuchs kennen, der ihm die Antwort auf seine drängenden Fragen gibt, indem er ihm zeigt, wie man jemanden zähmt. Außerdem verrät er ihm das große Geheimnis des Lebens: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.


Spielzeit 2014/2015: "Momo" von Michael Ende, für die Bühne bearbeitet von Vita Huber

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Die Generation der Finanzkrise spielt Michael Endes Parabel über die Ökonomie der Zeit.

Momo ist aus dem Heim weggelaufen und lebt in der Ruine eines alten römischen Amphitheaters. Momo hat gute Freunde und oft Besuch. Bei ihr sind die Menschen glücklich, lachen und versöhnen sich. Doch eines Tages merkt Momo, dass niemand mehr zu ihr kommt. Ihre Freunde haben keine Zeit mehr.

Graue Herren sind am Werk. Sie überreden die Menschen, ihre Zeit zu sparen. Niemand hat mehr Zeit für die anderen, Eltern kümmern sich nicht mehr um ihre Kinder. Und Momo kennt das Geheimnis der hinterhältigen grauen Herren: Sie stehlen den Menschen ihre gesparte Zeit. Momo wehrt sich gegen die grauen Herren. Ganz allein macht sie sich auf eine gefährliche Reise zum Ursprung der Zeit und rettet die Welt auf wunderbare Weise.


Spielzeit 2013/2014: "Farm der Tiere (Animal Farm)" von George Orwell

Besetzung schwarz:
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Besetzung weiß:
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Die Tiere auf der Farm wollen nicht länger unter dem Joch der Bauern stehen. Sie planen eine Revolution, doch die Revolution scheitert. Ihre Hoffnung auf Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit erstickt im totalitären Anspruch einer von der Macht berauschten Clique: Die Farm der Tiere verfällt der Herrschaft der Schweine und ihrem Oberhaupt, dem Eber Napoleon. Angst und Schrecken breiten sich auf der Farm aus. Und selbst die sieben Gebote der Revolution wandeln sich: "Alle sind gleich" wird erweitert - "Aber manche sind gleicher". Regie führte Christian Theil.


Spielzeit 2012/2013: "Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare

Besetzung grün:
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Fotos: ONUK

Besetzung rot:
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Fotos: Robert Fuge/ ONUK


Spielzeit 2011 / 2012: Sechs Personen suchen einen Autor (Luigi Pirandello)

Besetzung "blau":
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Besetzung "gruen":
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Pirandellos Stück hat einen ganz besonders originellen und packenden Dreh: das Theater auf dem Theater. Virtuos lässt er die Ebenen von „Realität“ und „Fiktion“ aufeinanderprallen. Während einer Theaterprobe platzt plötzlich eine sechsköpfige Familie herein, diese verlangen vom Theaterdirektor, dass er sie aufführt. Sie erklären, dass sie fiktive Figuren sind und ihr Schriftsteller sie leider auf Halde gelegt hat, was nun dazu geführt hat, dass sie Teil einer halbfertigen Geschichte sind - ihrer Geschichte - deren Ende sie nicht kennen. Sie wollen aber ihr Stück auf der Bühne sehen, wollen „leben“. Es gibt Enthüllungen, Geständnisse, furiosen Streit: doch die Schauspieler können den Figuren mit ihrem Spiel nicht gerecht werden. So demaskiert Pirandello mit dem Spiel der Rollen, sowohl den Schein des Theaters, als auch das Leben als Schein, als ein Spiel mit Rollen, und er zeigt den Menschen als Spieler eines unbegreiflichen Spiels. Sechs Personen suchen einen Autor ist das bekannteste Stück des sizilianischen Schriftstellers Luigi Pirandello, der 1934 den Literaturnobelpreis erhielt. Mit seinem Stück revolutionierte er das Theater und seine Inhalte und Stilmittel haben unterschiedlichste Autoren wir Jean-Paul Sartre, Anouilh oder Brecht beeinflusst. Christian Theil, Sandkorn-Jugendclubleiter und Regisseur inszeniert das Stück mit über 30 jungen Schauspieltalenten des Sandkorn-Jugendclubs, die in zwei Besetzungen scheinbare Gewissheiten über die Wirklichkeit ins Wanken bringen.


Spielzeit 2010 / 2011: 10 Jahre Jugendclub!
Die weiße Rose. Aus den Archiven des Terrors von Jutta Schubert

Besetzung "Hans"

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Besetzung "Sophie"
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Helden wollten Hans und Sophie Scholl nicht werden, und erst recht keine Märtyrer. Wie es kam, dass sie trotzdem heldenhaft für ihre Überzeugungen eingetreten sind und dafür mit dem Leben bezahlten, schildert das Theaterstück von Jutta Schubert. Die Autorin hat ihr Stück nach jahrelangen Recherchen geschrieben. Sie hat noch mit zahlreichen Freunden und Verwandten der Mitglieder der Weißen Rose gesprochen: „Es ist mir darum gegangen, die Menschen zu zeigen, in ihren Ängsten und Nöten, weil sie Menschen wie du und ich sind“.

1940 begegnen sich die beiden Medizinstudenten Hans Scholl und Alexander Schmorell in München. Aus der Freundschaft der beiden jungen Männer und ihrer kritischen Einstellung zum herrschenden Regime erwächst der zunächst passive, dann aktive Widerstand gegen den Nationalsozialismus, der unter dem Namen "Die Weiße Rose" berühmt werden sollte.
Nach und nach schließen sich den Aktionen die Freunde Christoph Probst, Willi Graf, Hans' Schwester Sophie und der Universitätsprofessor Kurt Huber an. Was mit einem getippten Flugblatt begann, wird zu einer gedanklichen Macht, die sich vorgenommen hat, den Nationalsozialismus zu stürzen. Nach einer riskanten Aktion in der Münchner Universität erstickt das Regime den Keim des Widerstands und löscht das Leben dieser sechs Menschen aus. Regie führte Christian Theil.


Spielzeit 2009 / 2010: Out of (B)order - Grenzgänger. Eine Eigenproduktion des Sandkorn-Jugendclubs

Amok, Komasaufen, Drogen, Gewalt-Videos: Horrorbilder und Klischees dominieren die Presse. Höchste Zeit, dass Jugendliche mal selbst zu Wort und auf die Bühne kommen:
Über 30 Jugendliche haben sich unter der Regie und Leitung von Christian Theil aufgemacht ihre eigenen Grenzen und Grenzgänge mit den Mitteln des Theaters zu erforschen. In Autorenteams haben sie ihre ganz persönlichen Geschichten und ihre ganz eigenen Theaterszenen dazu entwickelt. Da geht es um prekäre Situationen, in denen Entscheidungen gefragt sind, um Außenseiter, um Gewalt und Zivilcourage.

Wir treffen Figuren, die Thinderella oder Skinny Soul heißen und manche fallen Karriereleitern rauf und runter, aber die gängigen Klischees und Schlagzeilen werden ein ums andere Mal auf den Kopf gestellt.

Gemeinsam mit Christian Theil hat der Jugendclub hier eine außergewöhnliche, spannungsgeladene szenische Collage entwickelt - direkt, authentisch und aufrüttelnd: absolut sehenswert!
Für alle ab 14 Jahren!
Video-Trailer "Rach der Theatertester: Out of (B)order - Grenzgänger"


Spielzeit 2008 / 2009: "Netzkind" von Tobias Köhler

Das Internet... nur ein einfaches Medium oder schon der Beginn eines neuen Zeitalters? Nirgendwo sonst verschwimmen die Grenzen zwischen real und digital so sehr, wie im World Wide Web. Noch mag man sich darüber streiten, was die Zukunft für uns bereit hält... in "Netzkind" hat diese Zukunft bereits begonnen.
Video-Trailer "Netzkind"


Spielzeit 2007 / 2008: "Schöne neue Welt" - Musical nach dem Roman von Aldous Huxley
Spielzeit 2006 / 2007: "Butterfly Blues" von Henning Mankell
Spielzeit 2005 / 2006: "Romeo und Julia" nach William Shakespeare
Spielzeit 2004 / 2005: "Peanuts" von Fausto Paravidino
Spielzeit 2003 / 2004: "Hair" - Musical von Gerome Ragni, James Rado undGalt MacDermot.
Spielzeit 2002 / 2003: "Linie 1" - Musikalische Revue von Volker Ludwig und Birger Heymann
Spielzeit 2001 / 2002: "Doch einen Schmetterling hab ich hier nicht gesehen" von Lilly Axster