Der Jugendclub am Sandkorn-Theater unter Leitung und Regie von Christian Theil
richtet sich an theaterbegeisterte Jugendliche ab 14 und junge Leute bis 22 Jahren,
die selbst auf der Bühne stehen möchten.
Das aktuelle Stück:
"Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare
Fotos: ONUK
Fotos: Robert Fuge/ ONUK
Über den Jugendclub und das Sandkorn-Theater:
Der Jugendclub am Sandkorn-Theater ist die Plattform für junge Talente zwischen 14 und 22 Jahren. Bisher haben über 250 junge Menschen mitgewirkt (manche von ihnen mehrmals) und über 13.000 Zuschauer mit ihrem Theaterspiel begeistert.
Das Sandkorn-Team möchte sich für junge Leute und deren Belange engagieren. Das zeigt sich einerseits im reichhaltigen Spielplanangebot für Jugendliche, als auch bezüglich der Mitwirkung von jungen Leuten auf und hinter der Bühne.
Manch beachtliche Schauspielkarriere wurde hier gestartet, viele Mitspieler zog es in andere Berufe, aber alle profitierten von diesem einzigartigen Gemeinschaftserlebnis "Theater" und Theaterjugendclub.
Der Jugendclub in seiner derzeitigen Form existiert seit 2001, bis 2009 unter der Leitung und Regie des Schauspielers, Sängers und Regisseurs Frank Landua. Seit der Spielzeit 2009 / 2010 leitet der Schauspieler Christian Theil den Jugendclub. Alle Jugendlichen, die engagiert sind und eine Spielzeit "bei der Stange" bleiben, können mitwirken, das ist das ganz Besondere und Einzigartige am Sandkorn-Jugendclub.
Bisherige Produktionen des Jugendclubs:
Spielzeit 2011 / 2012: Sechs Personen suchen einen Autor (Luigi Pirandello)
Pirandellos Stück hat einen ganz besonders originellen und packenden Dreh: das Theater auf dem Theater. Virtuos lässt er die Ebenen von „Realität“ und „Fiktion“ aufeinanderprallen. Während einer Theaterprobe platzt plötzlich eine sechsköpfige Familie herein, diese verlangen vom Theaterdirektor, dass er sie aufführt. Sie erklären, dass sie fiktive Figuren sind und ihr Schriftsteller sie leider auf Halde gelegt hat, was nun dazu geführt hat, dass sie Teil einer halbfertigen Geschichte sind - ihrer Geschichte - deren Ende sie nicht kennen. Sie wollen aber ihr Stück auf der Bühne sehen, wollen „leben“. Es gibt Enthüllungen, Geständnisse, furiosen Streit: doch die Schauspieler können den Figuren mit ihrem Spiel nicht gerecht werden. So demaskiert Pirandello mit dem Spiel der Rollen, sowohl den Schein des Theaters, als auch das Leben als Schein, als ein Spiel mit Rollen, und er zeigt den Menschen als Spieler eines unbegreiflichen Spiels. Sechs Personen suchen einen Autor ist das bekannteste Stück des sizilianischen Schriftstellers Luigi Pirandello, der 1934 den Literaturnobelpreis erhielt. Mit seinem Stück revolutionierte er das Theater und seine Inhalte und Stilmittel haben unterschiedlichste Autoren wir Jean-Paul Sartre, Anouilh oder Brecht beeinflusst. Christian Theil, Sandkorn-Jugendclubleiter und Regisseur inszeniert das Stück mit über 30 jungen Schauspieltalenten des Sandkorn-Jugendclubs, die in zwei Besetzungen scheinbare Gewissheiten über die Wirklichkeit ins Wanken bringen.
Spielzeit 2010 / 2011: 10 Jahre Jugendclub!
Die weiße Rose. Aus den Archiven des Terrors von Jutta Schubert
Besetzung "Hans"
Helden wollten Hans und Sophie Scholl nicht werden, und erst recht keine Märtyrer. Wie es kam, dass sie trotzdem heldenhaft für ihre Überzeugungen eingetreten sind und dafür mit dem Leben bezahlten, schildert das Theaterstück von Jutta Schubert. Die Autorin hat ihr Stück nach jahrelangen Recherchen geschrieben. Sie hat noch mit zahlreichen Freunden und Verwandten der Mitglieder der Weißen Rose gesprochen: „Es ist mir darum gegangen, die Menschen zu zeigen, in ihren Ängsten und Nöten, weil sie Menschen wie du und ich sind“.
1940 begegnen sich die beiden Medizinstudenten Hans Scholl und Alexander Schmorell in München. Aus der Freundschaft der beiden jungen Männer und ihrer kritischen Einstellung zum herrschenden Regime erwächst der zunächst passive, dann aktive Widerstand gegen den Nationalsozialismus, der unter dem Namen "Die Weiße Rose" berühmt werden sollte.
Nach und nach schließen sich den Aktionen die Freunde Christoph Probst, Willi Graf, Hans' Schwester Sophie und der Universitätsprofessor Kurt Huber an. Was mit einem getippten Flugblatt begann, wird zu einer gedanklichen Macht, die sich vorgenommen hat, den Nationalsozialismus zu stürzen. Nach einer riskanten Aktion in der Münchner Universität erstickt das Regime den Keim des Widerstands und löscht das Leben dieser sechs Menschen aus. Regie führte Christian Theil
Spielzeit 2009 / 2010: Out of (B)order - Grenzgänger. Eine Eigenproduktion des Sandkorn-Jugendclubs
Amok, Komasaufen, Drogen, Gewalt-Videos: Horrorbilder und Klischees dominieren die Presse. Höchste Zeit, dass Jugendliche mal selbst zu Wort und auf die Bühne kommen:
Über 30 Jugendliche haben sich unter der Regie und Leitung von Christian Theil aufgemacht ihre eigenen Grenzen und Grenzgänge mit den Mitteln des Theaters zu erforschen. In Autorenteams haben sie ihre ganz persönlichen Geschichten und ihre ganz eigenen Theaterszenen dazu entwickelt. Da geht es um prekäre Situationen, in denen Entscheidungen gefragt sind, um Außenseiter, um Gewalt und Zivilcourage.
Wir treffen Figuren, die Thinderella oder Skinny Soul heißen und manche fallen Karriereleitern rauf und runter, aber die gängigen Klischees und Schlagzeilen werden ein ums andere Mal auf den Kopf gestellt.
Gemeinsam mit Christian Theil hat der Jugendclub hier eine außergewöhnliche, spannungsgeladene szenische Collage entwickelt - direkt, authentisch und aufrüttelnd: absolut sehenswert!
Für alle ab 14 Jahren!
Video-Trailer "Rach der Theatertester: Out of (B)order - Grenzgänger"
Spielzeit 2008 / 2009: "Netzkind" von Tobias Köhler
Das Internet... nur ein einfaches Medium oder schon der Beginn eines neuen Zeitalters? Nirgendwo sonst verschwimmen die Grenzen zwischen real und digital so sehr, wie im World Wide Web. Noch mag man sich darüber streiten, was die Zukunft für uns bereit hält... in "Netzkind" hat diese Zukunft bereits begonnen.
Video-Trailer "Netzkind"






























